Knorpelregeneration

Knorpel kann heilen

In der Vergangenheit war es die allgemeine Auffassung, dass einmal geschädigter Knorpel nicht wieder geheilt werden und dass sich das Gelenk somit nicht wieder regenerieren kann. Auch unter Medizinern war dies lange Zeit die allgemeingültige Meinung und ist es leider zum Teil auch heute noch. Inzwischen gibt es zahlreiche Studien die zeigen, dass der Körper unter bestimmten Voraussetzungen durchaus in der Lage ist, geschädigten Knorpel zu heilen. Die Behandlung benötigt Zeit und Ausdauer.

Das Ziel einer Arthrosebehandlung sollte es sein, langfristige und möglichst nebenwirkungsfreie Behandlungserfolge zu ermöglichen und darüber hinaus, dem Patienten nicht zur Qual zu werden. Der Rückgang der täglichen Schmerzen und die Verbesserung der Beweglichkeit stehen für die meisten Betroffenen im Vordergrund.

Verletzte oder geschädigte Gelenke brauchen oft viel Zeit, um entsprechende Heilungs- und Regenerationsprozesse umzusetzen.  In den betroffenen Knorpel-, Schleimhaut- und Knochenbereichen können geeignete Maßnahmen biochemische und zelluläre Prozesse die Reparaturarbeit in Gang setzen.

GEX-Therapie Knorpelregeneration

Prof. Billigmann aus Koblenz konnte an mehreren Kniepatienten, die sich mit der Traktions-Therapie GEX behandelten, Knorpelregeneration per MRT nachweisen.Des Weiteren konnten deutliche Rückgänge der Schmerzen bis hin zur Schmerzfreiheit festgestellt werden.

Mittlerweile haben sich über 2.500 Patienten mit der Therapie GEX behandelt. Die stetig eintreffenden Erfahrungen zum Therapieverlauf können Sie HIER einsehen.

Knorpelregeneration durch die Traktion „Knee Joint Distraction“, (KJD)

In 23 Studien/Untersuchungen unterschiedlicher Forschergruppen wurden insgesamt 476 Patienten an Sprung-, Knie-, Hüft-, Hand- oder Fingergelenken mit der „Knee-Joint-Distraction“ behandelt und untersucht.

Bei dieser Traktionsbehandlung wurde mithilfe eines ober- und unterhalb des Gelenkes, im Knochen fixierten Metallgestells eine Dauertraktion herbeigeführt (Zeitraum ca. 1-4,5 Monate, je nach Studie). Als Ergebnis wiesen einige Studien Knorpelregeneration per MRT, andere indirekt durch einen anhaltend vergrößerten Gelenkspalt nach (zumeist Röntgenuntersuchung). Des Weiteren zeigte sich, dass bei der überwiegenden Anzahl der Patienten deutliche Schmerzreduktionen und Verbesserungen der Gelenkmobilität festgestellt werden konnten.1)

Am Universaty medical Center Utrecht konnte Dr. Simon Mastbergen et. al. mittels KJD Knorpelregeneration in vielen Fällen per MRT nachweisen. Es wurde in Nachuntersuchungen festgestellt, dass das neu gebildete Gewebe belastbar und ein klinischer Nutzen auch nach Jahren weiterhin gegeben war, entsprechende Nachuntersuchungen an den Patienten wurde in den Folgejahren fortgeführt. 2) 3)

 

1) Mastbergen, S. C., Saris, D. B. & Lafeber, F. P. Functional articular cartilage repair: here, near, or is the best approach not yet clear? Nat. Rev. Rheumatol. 9, 277–290 (2013)

2) K. Wiegant, P.M. van Roermund, F. Intema, S. Cotofana, F. Eckstein, S.C. Mastbergen, F.P.J.G. Lafeber, Sustained clinical and structural benefit after joint distraction in the treatment of severe knee osteoarthritis (2013)

3) Five-Year Follow-up of Knee Joint Distraction: Clinical Benefit and Cartilaginous Tissue Repair in an Open Uncontrolled Prospective Study, Jan-Ton A.D. van der Woude*, Karen Wiegant*, Peter M. van Roermund, Femke Intema, Roel J.H. Custers, Felix Eckstein, Jaap M. van Laar, Simon C. Mastbergen, Floris P.J.G. Lafeber, (2016)